Kandidatencheck zur Bürgermeisterwahl in Ettenheim 2026
Worum geht es bei diesem Kandidatencheck? Die sieben Fragen betreffen ausschließlich das Thema „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ und die praktische Umsetzung des vom Gemeinderat beschlossenen Konzepts „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“
Die Antworten wurden allen drei Kandidaten mit denselben Auswahlmöglichkeiten vorgelegt. Die dazugehörige Skala lautet A = 4, B = 3, C = 2, D = 1 und E = 0 Punkte; maximal sind 28 Punkte erreichbar.
Die Punktzahl ist keine Gesamtbewertung der Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Andere politische Themen, persönliche Qualifikationen, Führungserfahrung und weitere Gesichtspunkte der Bürgermeisterwahl werden hier nicht bewertet.
Selbsttest: Welche Positionen vertreten Sie?
Wählen Sie bei jeder Frage die Aussage, die Ihrer eigenen Vorstellung davon am nächsten kommt, wie der neue Bürgermeister das beschlossene Konzept umsetzen soll. Anschließend können Sie Ihre Auswahl mit den veröffentlichten Kandidatenantworten vergleichen.
Ihre Eingaben und Kommentare werden ausschließlich lokal in Ihrem Browser verarbeitet. Sie werden nicht an uns oder einen Server übertragen und nicht dauerhaft gespeichert. Die Zusammenfassung wird ebenfalls nur lokal erzeugt. Erst wenn Sie auf „Zusammenfassung kopieren“ klicken, wird der Text in Ihre Zwischenablage kopiert.
Antworten der Kandidaten
Die gewählten Antworten werden Frage für Frage gegenübergestellt. Carina Kratt und Alexander Ruchti haben ihre Antworten jeweils kommentiert; Dominik Eble hat keine zusätzlichen Kommentare abgegeben. Die fünf möglichen Antworten können bei jeder Frage direkt unter dem Hintergrundtext aufgeklappt werden.
1. Welchen Stellenwert soll das Konzept „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ unter der neuen Bürgermeisterin bzw. dem neuen Bürgermeister haben?
Hintergrund: Der Gemeinderat hat beschlossen, die mit dem Bürgerbegehren „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ verlangte Maßnahme durchzuführen. Das anschließend beschlossene Konzept „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ konkretisiert diesen Beschluss und bildet den derzeitigen Rahmen für die Umsetzung. Wie die darin angelegten Grundsätze im Verwaltungsalltag ausgestaltet und weiterentwickelt werden, bleibt Teil der Umsetzung.
Carina Kratt
Alexander Ruchti
Digitalisierung und Bürgernähe gehören für mich zusammen. Digitale Angebote sollen ausgebaut werden, ohne Menschen auszugrenzen. Entscheidend ist, unterschiedliche Bedürfnisse zu berücksichtigen und Lösungen gemeinsam mit den Betroffenen praxistauglich weiterzuentwickeln.
Dominik Eble
2. Was soll „gleichwertig“ bei analogen und digitalen Zugangswegen in der Praxis bedeuten?
Hintergrund: „Gleichwertig“ stammt unmittelbar aus der Frage des Bürgerbegehrens: Analoge Zugangswege sollen neben besseren digitalen Angeboten „dauerhaft als gleichwertige Alternativen“ bestehen – ausdrücklich einschließlich telefonischer Terminvergabe, persönlicher Vorsprache, Kommunikation auf Papier und Bargeld.
Carina Kratt
Gleichwertig bedeutet für mich nicht, dass analoge und digitale Angebote identisch sein müssen. Unterschiede sind möglich, solange der analoge Zugang ohne erhebliche zusätzliche Hürden nutzbar bleibt.
Alexander Ruchti
Digitalisierung soll den Zugang zur Verwaltung einfacher machen, aber keine neuen Hürden schaffen. Deshalb ist mir wichtig, dass auch Menschen ohne Smartphone oder digitale Kenntnisse unsere Verwaltung gut und möglichst selbstständig erreichen und deren Leistungen in Anspruch nehmen können.
Dominik Eble
3. Wie soll künftig mit der Barzahlung des Eintritts im Schwimmbad umgegangen werden?
Hintergrund: Derzeit kann der Eintritt am Schwimmbad nicht unmittelbar an der Kasse bar bezahlt werden. Barzahler müssen ihre Eintrittskarte auf anderem Weg erwerben.
Carina Kratt
Ich möchte prüfen, ob die Bezahlmöglichkeiten verbessert werden können. Gleichzeitig muss klar sein, dass das Schwimmbad kein Gewinnbetrieb für die Stadt ist. Daher gilt es abzuwägen, welche zusätzlichen Kosten entstehen und ob diese im Verhältnis zu dieser freiwilligen Selbstverwaltungsaufgabe stehen. Gerade bei engeren finanziellen Spielräumen müssen wir genau hinschauen.
Alexander Ruchti
Ich setze auf den Austausch mit allen Beteiligten. Gemeinsam mit Kioskbetreiber, Förderverein, Schwimmbadpersonal, Campingplatzbetreiber und Stadt sollten wir Erfahrungen der Saison erörtern und nach Möglichkeit gemeinsam praktikable Lösungen zur Verbesserung entwickeln.
Dominik Eble
4. Wie weit soll die Wahlfreiheit zwischen digitalem und analogem Zugang gehen?
Hintergrund: Das Bürgerbegehren richtet sich nicht gegen Digitalisierung. Digitale Angebote sollen verbessert werden; zugleich sollen dort, wo die Stadt selbst entscheiden kann, praktikable analoge Wege erhalten bleiben. Kurz: „auch digital statt nur digital“.
Carina Kratt
Ausnahmen können aus gewichtigen sachlichen Gründen sinnvoll sein, etwa wenn Aufwand und Kosten in keinem angemessenen Verhältnis stehen oder dadurch eine effiziente Arbeit der Verwaltung erheblich eingeschränkt bzw. beeinträchtigt wird.
Alexander Ruchti
Mein Grundsatz lautet: Digitalisierung soll zusätzliche Möglichkeiten schaffen und niemanden ausschließen. Daher möchte ich bewährte analoge Angebote erhalten und nur dann davon abweichen, wenn gewichtige sachliche Gründe dafürsprechen.
Dominik Eble
5. Wie aktiv soll Ettenheim seinen eigenen Gestaltungsspielraum zum Erhalt analoger Alternativen nutzen?
Hintergrund: Bund, Land und andere übergeordnete Stellen treiben die Digitalisierung von Verwaltung, Kommunikation und Zahlungsverkehr weiter voran. Ettenheim besitzt jedoch in vielen Bereichen eigenen Gestaltungsspielraum.
Carina Kratt
Aus meiner Verwaltungspraxis weiß ich, wie schnell rechtlich zwingende Vorgaben bspw. zur elektronischen Textform entstehen. Bürgernähe bedeutet für mich trotzdem, den eigenen Gestaltungsspielraum konsequent zu nutzen und analoge Alternativen anzubieten, wo der Aufwand und die Kosten vertretbar bleiben.
Alexander Ruchti
Ettenheim sollte seinen Gestaltungsspielraum nutzen, um niemanden von städtischen Leistungen auszuschließen. Gleichzeitig möchte ich im Einzelfall gemeinsam mit den Beteiligten prüfen, welche analogen und digitalen Zugangswege sinnvoll, praktikabel und wirtschaftlich sind.
Dominik Eble
6. Wie soll das beschlossene Konzept künftig praktisch umgesetzt werden?
Hintergrund: Mit dem Beschluss des Konzepts ist die Grundsatzentscheidung getroffen. Wie sie im Alltag wirkt, hängt von vielen einzelnen Verwaltungsentscheidungen ab. Deshalb geht es hier darum, wie aktiv die Umsetzung künftig begleitet, überprüft und weiterentwickelt werden soll.
Carina Kratt
Das gehört für mich zu einer modernen und verantwortungsvollen Verwaltung dazu: Abläufe regelmäßig zu überprüfen, Schwachstellen offen anzusprechen und Verbesserungen umzusetzen. Wichtig ist mir dabei auch, Gemeinderat und Öffentlichkeit transparent über die Entwicklung zu informieren.
Alexander Ruchti
Entscheidend ist für mich die praktische Umsetzung. Deshalb sollten wir Erfahrungen von Bürgern und Verwaltung aufnehmen, Probleme frühzeitig erkennen und gemeinsam mit den jeweils relevanten Akteuren nachsteuern, wenn sich Zugangswege in der Praxis nicht bewähren.
Dominik Eble
7. Welche Konsequenz sollte aus den beiden Bürgerbegehren für den zukünftigen Umgang zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft gezogen werden?
Hintergrund: Das Bürgerbegehren wollte analoge Zugangswege dauerhaft in einem Konzept sichern. Statt dieses Anliegen frühzeitig gemeinsam aufzugreifen, wurde es aus Sicht der Initiatoren zunächst mit erheblichem politischem und rechtlichem Widerstand bekämpft. Der deutlich artikulierte Bürgerwille und die Wirksamkeit der direkten Demokratie führten schließlich zum Einlenken – der Konflikt setzte sich jedoch bis in die konkrete Umsetzung fort.
Carina Kratt
Miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Meinungen anzuhören und zu respektieren, ist für mich das A und O eines guten Miteinanders. Ich möchte ansprechbar sein und ein offenes Ohr haben. Denn nur gemeinsam kommen wir weiter – meist verbindet uns mehr, als uns trennt.
Alexander Ruchti
Bürgerbegehren sind Teil unserer Demokratie. Mein Ansatz ist, möglichst früh miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Sichtweisen ernst zu nehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, bevor sich Positionen verhärten.
Dominik Eble
Gesamtpunktzahl der Kandidaten
Die Summe ergibt sich aus den sieben Antworten nach dem auf dieser Seite erläuterten Schema A = 4, B = 3, C = 2, D = 1 und E = 0 Punkte. Maximal sind 28 Punkte erreichbar. Die Einordnung bezieht sich ausschließlich auf das Thema „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ und nicht auf die allgemeine Eignung für das Bürgermeisteramt.
Carina Kratt
Alexander Ruchti
Dominik Eble
So wird die Gesamtwertung berechnet
Für alle drei Kandidaten gilt dasselbe, bereits vor Eingang der Antworten festgelegte Schema: A = 4, B = 3, C = 2, D = 1 und E = 0 Punkte. Bei sieben Fragen sind maximal 28 Punkte möglich.
Vorab festgelegte Auswertungsskala:
Zur Bedeutung: Diese Skala bezieht sich ausschließlich auf die sieben Fragen zum Anliegen „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“. Die einzelnen Antworten und – soweit abgegeben – die Kommentare sollten zusätzlich gelesen werden, weil sie inhaltliche Nuancen zeigen, die eine reine Punktzahl nicht abbilden kann.
Wie ist die Gesamtpunktzahl zu verstehen?
Die sieben Fragen wurden allen drei Kandidaten mit denselben Antwortmöglichkeiten vorgelegt. Den Antwortmöglichkeiten war bereits vor Eingang der Kandidatenantworten ein einheitliches Punkteschema zugeordnet: A = 4, B = 3, C = 2, D = 1 und E = 0 Punkte. Maximal sind damit 28 Punkte erreichbar.
Die rechnerische Zusammenfassung dient ausschließlich dazu, die Antworten innerhalb dieses klar abgegrenzten Themenbereichs nach einem einheitlichen Maßstab darzustellen. Sie beschreibt, wie die gewählten Antworten zu den Zielen des Bürgerbegehrens „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ stehen.
Für die inhaltliche Einordnung bleiben die einzelnen Antworten und – soweit abgegeben – die persönlichen Kommentare wichtig. Gerade die Kommentare können Beweggründe, Einschränkungen und Schwerpunkte sichtbar machen, die eine bloße Punktesumme nicht abbildet.
Hintergrund zum Kandidatencheck
Im Oktober 2026 wird in Ettenheim eine neue Bürgermeisterin oder ein neuer Bürgermeister gewählt. Mit diesem Kandidatencheck möchten wir sichtbar machen, wie die drei Bewerberinnen und Bewerber das vom Gemeinderat beschlossene Anliegen „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ praktisch umsetzen wollen.
Nicht darum, Digitalisierung abzulehnen. Digitale Angebote können Verwaltung einfacher, schneller und komfortabler machen. Die entscheidende Frage ist vielmehr, ob dort, wo die Stadt eigenen Gestaltungsspielraum hat, zusätzlich ein verlässlicher analoger Weg erhalten bleibt – für Menschen, die digitale Angebote nicht nutzen können oder nicht nutzen möchten, aber auch als robuste Alternative, wenn digitale Systeme einmal nicht zur Verfügung stehen.
Diesen Gedanken fassen wir mit dem Grundsatz „auch digital statt nur digital“ zusammen.
Auslöser der beiden Ettenheimer Bürgerbegehren waren konkrete Entscheidungen: die Möglichkeit rein digitaler öffentlicher Bekanntmachungen und die Abschaffung der Barzahlung direkt an der Schwimmbadkasse. Daraus entwickelte sich eine grundsätzlichere Frage: Wie sollen digitale und analoge Zugangs-, Kommunikations- und Zahlungswege künftig nebeneinander bestehen?
Auf den beiden Unterschriftensammlungen wurden zusammen rund 3.300 Unterschriften geleistet. Beim Bürgerbegehren „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ stellte der Gemeinderat am 30. Juni 2026 fest, dass die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, erklärte das Bürgerbegehren nach § 21 Abs. 4 GemO für zulässig und beschloss zugleich, die mit dem Bürgerbegehren verlangte Maßnahme durchzuführen. Deshalb fand kein Bürgerentscheid mehr statt.
§ 21 Abs. 4 Satz 3 GemO sieht diesen Weg ausdrücklich vor: Ein Bürgerentscheid entfällt, wenn der Gemeinderat die Durchführung der mit dem Bürgerbegehren verlangten Maßnahme beschließt. Maßstab ist damit die im Bürgerbegehren selbst formulierte Maßnahme. Diese verlangt ein Konzept, das neben besseren digitalen Angeboten analoge Zugangswege für Bürgerinnen und Bürger dauerhaft als gleichwertige Alternativen vorsieht – einschließlich telefonischer Terminvergabe, persönlicher Vorsprache, schriftlicher Kommunikation auf Papier und der Nutzung von Bargeld als Zahlungsmittel.
Das anschließend vom Gemeinderat beschlossene Konzept „Zahlungsvielfalt und Bürgernähe“ konkretisiert diesen Beschluss und bildet den derzeitigen Rahmen für die praktische Umsetzung. Entscheidend wird nun sein, wie die darin angelegten Grundsätze im Verwaltungsalltag ausgefüllt und weiterentwickelt werden.
Interessant ist vielmehr, welchen Weg die künftige Bürgermeisterin oder der künftige Bürgermeister bei der Umsetzung einschlagen will: Wie verbindlich sollen analoge Alternativen erhalten bleiben? Was bedeutet „gleichwertig“ in der Praxis? Wie soll mit konkreten Fällen wie der Barzahlung im Schwimmbad umgegangen werden? Soll die Umsetzung aktiv überprüft und weiterentwickelt werden?
Warum sieben Auswahlfragen?
Allen drei Kandidatinnen und Kandidaten werden dieselben sieben Fragen mit denselben abgestuften Antwortmöglichkeiten vorgelegt. Dadurch sollen unterschiedliche politische Positionen möglichst klar und nachvollziehbar miteinander vergleichbar werden.
Die Antwortmöglichkeiten sind von uns formulierte Vorschlagstexte. Sie sollen typische unterschiedliche Haltungen abbilden und sind ausdrücklich keine Aussagen, die wir einem Kandidaten vorab zuschreiben. Jeder Kandidat kann die Antwort auswählen, die seiner Haltung am nächsten kommt, und diese zusätzlich mit einem persönlichen Kommentar von bis zu 300 Zeichen erläutern.
Die standardisierten Antwortmöglichkeiten machen die unterschiedlichen Positionen zu diesem Themenkomplex vergleichbar. Der Kandidatencheck bewertet ausschließlich die Haltung zum Anliegen des Bürgerbegehrens und ist keine Gesamtbewertung der Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt.
Teil 1 – Kandidatenantworten und Auswertung:
Die Antworten aller drei Kandidaten liegen inzwischen vor und werden auf dieser Seite vollständig veröffentlicht und gegenübergestellt.
Teil 2 – Selbsttest für Wählerinnen und Wähler:
Sie können dieselben sieben Aussagen selbst auswählen und anschließend Ihre Antworten mit den veröffentlichten Kandidatenantworten in Teil 1 vergleichen.

Bürgernähe ist für mich ein zentraler Baustein einer modernen Verwaltung. Ich möchte das Konzept weiterentwickeln und dafür sorgen, dass unsere Verwaltung einfach, zugänglich und nah an den Menschen ist.